WMDEDGT? Mein 5. Mai 2014

Ich bin reichlich spät dran für Frau Brüllens Frage „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ diesen Monat, denn jetzt geht es schon gar nicht mehr um den heutigen Tag, sondern um gestern. Der Grund dafür ist: ich habe gestern ziemlich viel gemacht, genau genommen so viel, dass ich erst um kurz vor 23 Uhr zu Hause war. Aber von vorne.

Der Tag beginnt damit, dass mein Wecker nicht klingelt, weil aus einem mir unerklärlichen Grund der Ton ganz leise gedreht ist und somit gar nicht mehr zu hören. Das ist insofern schlecht, dass ich ein Seminar um 8 Uhr in der Uni habe – hätte, wenn denn noch irgendeine Chance bestünde, einen lohnenswerten Anteil des Seminares mitzubekommen. Das tut sie aber nicht, denn bis ich mich angezogen und fertig gemacht habe, ist das Seminar schon in vollem Gange. Dann noch den Weg zur Uni hinzugerechnet, ist das Seminar schon mehr als halb vorüber, bis ich ankommen würde. Also findet das Seminar heute notgedrungen ohne mich statt, ich ärgere mich ohne Ende über den blöden Wecker, den blöden Montag, die Tatsache, dass ich nicht einfach früher wach geworden bin und vor allem darüber, dass ich mein Seminar verpasse. Vor allem wegen so etwas Unnötigem wie Verschlafen, was mir sonst einfach niemals passiert.

Aber nun gut, ändern kann ich es ja doch nicht, also gehe ich stattdessen im Radiostudio vorbei und sichere noch eine wichtige Datei, bevor ich zu meinem 10 Uhr Seminar wenigstens pünktlich komme. Allerdings hätte ich wohl lieber das verschlafen, denn das heutige Referat ist leider absolut grauenhaft.

Nach dem Seminar geht es ab nach Hause, schnell ein paar Nudeln in den nächsten Topf gehauen und ein spontanes Nudeln-mit-Pesto-Pinienkernen-und-allem-was-so-da-ist-Mittagessen gezaubert. Dann gehe ich, gegen den Ärger über den absolut verkorksten Unitag, meiner derzeit sehr, sehr akuten Sherlock-Sucht nach und gucke (zum zweiten Mal) The Hounds of Baskerville. Die eine Folge schaffe ich gerade noch, bevor ich los muss, zum nächsten Termin.

Dafür muss ich erst einmal durch die halbe Stadt fahren, zu einem Infotreffen über ein Mentorenprojekt für Kinder mit Migrationshintergrund. Danach durch die halbe Stadt wieder zurück. Wieder zu Hause schnappe ich mir den Spargel aus dem Kühlschrank und koche Abendessen: Grüner Spargel mit Pasta und Safran-Orangen-Sauce. Sehr zu empfehlen.

Und bevor ich auch nur daran denken kann zu spülen oder andere sinnvolle Dinge zu tun, hetze ich schon wieder zum nächsten Termin: der Redaktionssitzung der Musikredaktion des Hochschulradios. Die beginnt um 20 Uhr. Zuende ist sie nach heftigen Diskussionen über alle möglichen Themen erst nach 22 Uhr. Die Bahnen fahren um diese Zeit natürlich nicht mehr so, wie ich das gern hätte und so laufe ich den ganzen Weg zurück zu Fuß nach Hause. Und falle dann nur noch ins Bett, wo ich mich noch kurz mit meiner neuen Liebe tumblr aufhalte, bevor ich den Tag für beendet erkläre und schlafe.

So ein richtiger Montag eben.