Freundschaft ist Kunst

Ich mache mir Gedanken über Freundschaft in letzter Zeit. In diesem Jahr sind einige Dinge in meinem Leben passiert, die mich darüber nachdenken lassen, gute und schlechte.

Alle Welt (naja, besonders die analoge) behauptet, das Konzept der Freundschaft würde durch die sozialen Medien total entwertet, weil man nur noch auf Likes und Zustimmung aus dem Social Web aus ist und nicht mehr auf echte Freundschaft. Aber meiner Meinung nach greift diese Perspektive zu kurz. Zustimmung aus dem Social Web ist schön, kann das Selbstvertrauen stärken und ich freue mich darüber, so wie die meisten anderen wahrscheinlich auch.

Aber in Wirklichkeit wissen wir doch, wer unsere wahren Freunde sind. Und das sind eben nicht die 300 Facebookfreunde. Und das sind auch nicht diejenigen, die jedes einzelne meiner hochgeladenen Bilder liken. Das wissen sie und das weiß ich.

Freunde sind doch immer noch diejenigen, bei denen ich mich nachts um 3 melden kann, wenn ich ein wirkliches Problem habe. Oder auch nur ein vermeintliches Problem. Ob ich Freunde nun anrufe, vor ihrer Tür stehe oder sie im facebook-Messenger anschreibe ist dabei ja völlig egal. Wichtig ist doch nur, dass ein Freund in einem solchen Fall für mich da ist, oder? Was zählt ist das übergeordnete Konzept und das hat sich meiner Meinung nach durch soziale Medien nicht ernsthaft verändert.

Manchmal sagen Aktivitäten in sozialen Medien sogar etwas über den Status der Beziehung aus. Denn wenn aus einem wirklich guten Freund jemand wird, der nur noch Bilder liked und Statusmeldungen kommentiert, weil es sonst nichts mehr zu sagen gibt – das ist doch erst wirklich traurig.

Und wann ist dann eigentlich der Punkt gekommen, an dem man das Kämpfen am besten sein lässt und die Freundschaft als mehr oder weniger beendet akzeptiert?

Zwischendurch…

…eine kurzes Lebenszeichen von mir. Diese Woche ist termintechnisch ein echter Horror: 3 Geburtstage, 1 Konzert, 1 Messe, dazwischen noch Uni und Arbeit. Und dann ist da ja auch noch meine Masterarbeit, für die eigentlich gerade die meiste Zeit draufgehen sollte.

Und so sitze ich hier, zwischen einem Stapel Bücher und meinem Laptop. Der Stapel Bücher wird jedes Mal größer, wenn ich aus der Uni komme, weil ich immer noch ein paar weitere Bücher aus der Bibliothek mitnehme.

Ich lese quer, dann lese ich wieder sehr detailliert, zwischendurch schreibe ich Zitate raus, in meinem Notizbuch extra für die Masterarbeit sind schon einige Seiten gefüllt. Mit Gedankengängen, Literaturtipps, krakeligen Notizen, die ich während irgendwelcher Bahn- und Busfahrten schnell festhalten wollte, bevor ich sie wieder vergesse.

Zwischendurch gibt es – natürlich – immer wieder Tee, ich gehe einkaufen, zur Uni, arbeiten, schlafen, essen, treffe mich ab und an mit Freunden und jongliere mit Terminen. Und da fällt das Bloggen leider besonders diese Woche ein bisschen hinten runter, weil ich einfach noch keinen guten Arbeitsrhythmus für mich gefunden habe. Ich arbeite dran.