[WMDEDGT] Tagebuchbloggen im November 2015

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Das fragt Frau Bruellen mal wieder, wie jeden Monat am 5. und endlich bin ich mal wieder dabei, habe rechtzeitig dran gedacht und mir ein bisschen Zeit freigeschaufelt, um das Ganze auch aufzuschreiben.

Heute morgen klingelt der Wecker wie üblich irgendwann viel zu früh und ich muss den Herznerd erst mal energisch aus dem Bett schmeißen – er hat sich schließlich vorgenommen, mal wieder früher zur Arbeit zu gehen (das nimmt er sich ständig vor, es funktioniert immer ungefähr drei Tage lang). Währenddessen schlummere ich noch ein kleines Weilchen, denn bei mir im Büro ist vor 9 Uhr ohnehin tote Hose. ICH hingegen würde ja wirklich gerne früher anfangen, aber das klappt wiederum aus anderen Gründen nicht, die ich leider nicht ändern kann.

Nun ja, wie auch immer. Irgendwann stehe ich dann auch mal auf, dusche, frühstücke und stöhne beim Anblick des ungespülten Geschirrs in der Küche. Das hatte ich gestern irgendwie ausgeblendet bis halb 11 abends und dann hatte ich keine Lust mehr zu spülen. Leider steht es dafür jetzt noch ungespült in der Küche rum.

Wie jeden Morgen mache ich mich dann zu Fuß auf den Weg zur Arbeit. Seit Anfang November habe ich (endlich) ein Jobticket, aber ich versuche, wenn es nicht gerade in Strömen regnet, zumindest morgens zu Fuß zu gehen (abends, wenn es schon dunkel ist, macht das zu Fuß nach Hause gehen leider bemerkenswert wenig Spaß), wenn es hell ist. So kriege ich wenigstens noch ein bisschen Sonne und frische Luft ab.

Im Büro begrüßt mich ein langer Gang voller verwaister Stühle und leerer Pappkartons. Vor ein paar Tagen kamen neue Stühle an, sodass alle alten ausgetauscht werden konnten. Gestern hatten wir im Gang eine regelrechte Stuhl-Zusammenbau-Gemeinschaft, jetzt stehen alle alten Stühle im Flur und die neuen stehen schon an ihren vorgesehenen Plätzen.

Bei der Arbeit verfliegt der Vormittag nur so. Einen Tee getrunken, die Anfragen strömen per Mail in meinen Posteingang, es gibt dies und jenes zu tun, zu klären und schon ist Mittagspause. Die Pause nutze ich und gehe schon mal die ersten Weihnachtsbesorgungen machen. Es wird wieder Geschenke aus der Küche geben dieses Jahr und ich erstehe schon mal ein paar hübsche Keksdosen. Gestern habe ich mir alles überlegt, was ich machen will und muss jetzt nur noch meine Liste mit zu besorgenden Verpackungsmaterialien abarbeiten (Marmeladengläser bestelle ich noch schnell online auf dem Weg zurück ins Büro), dann eine Liste mit allen zu besorgenden Zutaten machen und die abarbeiten. Und dann natürlich alles kochen/backen/herstellen/mit Liebe verpacken. Aber naja, dafür ist ja noch Zeit.

Der Nachmittag ist etwas ruhiger im Büro, um kurz nach sechs verlasse ich meinen Platz und mache mich auf den Weg nach Hause. Der Herznerd ist heute Abend verabredet, deshalb habe ich sozusagen einen freien Abend. Den läute ich mit einer Portion Pasta und einer Folge Pretty Little Liars ein und will dann eigentlich bloß noch lesen, aber irgendwie kommt es anders.

Zunächst mal lasse ich mich dann doch noch dazu hinreißen, den Berg Geschirr zu spülen, während ich ohnehin darauf warte, dass mein Tee fertig wird. Dann habe ich gerade mein Tablet zur Hand genommen, als meine Mutter anruft und ich plötzlich stundenlang mit meiner Mutter telefoniere. Und da jetzt eh schon alles anders gelaufen ist als geplant, staubsauge ich dann auch noch schnell.

Und jetzt, nachdem ich den Beitrag hochgeladen habe, lese ich aber wirklich. Mein Feedreader sieht mich schon immer ganz vorwurfsvoll an, wenn ich die App öffne, weil ich mit dem Lesen schon wieder nicht hinterherkomme. Und wie viele Folgen vom elektrischen Reporter ich schon wieder nicht gesehen habe. Schlimm. Und dann ist da ja auch noch mein Harry Potter Re-Read, bei dem ich gerade in Band 3 stecke und am liebsten gar nicht mehr aufhören würde (weshalb sich auch der Feedreader so vernachlässigt fühlt). Also, es gibt viel zu lesen, ich fang dann mal an!